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Alper Bürger Club e.V.
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Erzählungen aus Alpe

 

Hier möchten wir Erzählungen, Sagen und Legenden aus dem Alper Raum zusammentragen und dem neugierigen Leser zur Verfügung stellen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn sie von einer weiteren Geschichte wissen oder jemanden kennen, der das tut!

 

Peter von Heydt und die Schule auf dem Dorn
Am 9. Oktober 1622 fand nach dem Tode Peter von Heydts ein Ereignis statt, das besonders hervorgehoben werden muss; denn es war eine lobenswerte Tat, deren Auswirkungen sich noch viele hundert Jahre lang positiv bemerkbar machten. Für die damalige Zeit war dieses Verhalten ungewöhnlich. An diesem Tage fand die Testamentseröffnung statt. Im Testament schenkte "der Hochadel und Gevatter Peter von Heydt gen. Hungerkausen in der Alpe und seine nachgelassene und verstorbene Witti" den 10 Aggerhöfen (Ober-/Niederalpe, Berghausen, Hunsheim, Ohlhagen, Dorn, Fahrenberg, Allinghausen, Seifen, Merkausen) das Häuschen zum Dorn samt dem Gärtchen hintendran, legiert zur Ehre Gottes, für ein Kapell und Schulhaus und zuzüglich fünfzig Reichstaler". Als Schulmeister wird Engelbertus benannt, der sofort "das Häuschen bewohnen und Schule exerzieren und halten möge". Diese Urkunde wurde unterschrieben von Johann von Heydt. Zeugen waren: Heinrich Schnabel und Johann Ising. In der Folgezeit war die Schulstelle durch einen Kandidaten der Theologie besetzt. Zu den Unterrichtsfächern folgendes ,,Seit 1622 existiert auf dem Dorn ein Schulhaus und eine Kapelle, worin nicht nur die Jugend Deutsch und Latein, sondern auch Anfangsgründe der Logik und Theologie gelehrt, sowie auch auf Sonn- und Feiertagen Kathechismus und kathechetische Predigten durch einen Candidaten Theologiae gehalten werden". Die Schule bestand bis zum Jahre 1841, bis ein Brand sie zerstörte. Die jetzige Schule in Hunsheim heißt seit 2002 "Peter von Heydt Grundschule

Die Sage vom „Hilligen Born“

 

In alter Zeit lebte in Alpe ein Ritter, der gerne mit seiner

Frau dem edlen Waidwerk nachging. Es war an einem ru-

higen Sonntagmorgen; der Wind wehte die Glockenklänge

der Kirche von Marienhagen herüber und mahnte alle Be-

wohner der Umgebung zum sonntäglichen Kirchgang. Aber

der Alper Ritter überhörte die mahnenden Klänge; denn ihn

hatte das Jagdfieber gepackt. Als er im dichten Gehhölz

einen außergewöhnlichen Hirsch entdeckte, gab es für ihn

kein Halten mehr. Alle Vorsicht außer acht lassend, schwang

er seine Jagdlanze und schleuderte sie nach dem Hirsch.

 

Doch, ach, es ertönte ein Wehlaut, und als er in die Richtung blickte, in der er das waidwunde Wild wähnte, sah er statt-

dessen seine Frau schwer verwundet auf der Erde liegen.

Er stieg vom Pferd beugte sich über sie und sah, dass sie

tödlich getroffen war. In diesem Moment empfand er tiefe

Reue ob seines Tuns und er gelobte Gott, nie wieder an

einem Sonntag zu jagen.

 

Es war, als sei sein Notschrei gehört worden. Aus dem dichten Unterholz trat ein kleiner Wicht hervor, nahm ihn

bei der Hand und führte ihn zu einer Quelle, die bis dahin

noch keinem bekannt war. Er deutete ihm an, seinen Helm

mit frischem Quellwasser zu füllen und damit die tiefe

Wunde seiner Frau zu benetzen. Er tat, wie ihm geheißen

und siehe da, ein Wunder geschah; die hässliche Wunde

schloß sich, sobald die Flüssigkeit sie nur berührt hatte.

Überglücklich schloß der Ritter seine gerettete Frau in seine

Arme.

 

Sie kehrten gemeinsam zu ihrer Burg zurück und gingen fortan jeden Sonntag zum Gottesdienst in die Kirche zu

Marienhagen.

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