ALPE
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Alper Bürger Club e.V.
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Vom Alpetal und dem Gebiet der zehn Aggerhöfe

Unsere schöne oberbergische Heimat stellt ein welliges Hügelland dar, in das die Bäche und Flüsse ihr Bett mehr oder weniger tief eingeschnitten haben. Im Süden und im Norden der Agger steigt das Bergland steil empor, senkt sich dagegen weniger steil zur Wiehl hin. Deshalb fließt zwischen Agger und Wiehl kein größerer Bach der Agger zu. Daher fehlt es hier an Tälern, die einen bequemen Auf- und Abstieg nach Süden bieten. Drei größere Fahrstraßen, von Niederseßmar über Alferzhagen nach Marienhagen, von Dieringhausen über Brück nach Bomig und von Dieringhausen über Hunstig nach Oberbantenberg, über- winden in vielen Biegungen die starke Steigung und ver-

mitteln die schönsten Ausblicke auf das herrliche Aggertal.

Unvergeßlich schön ist die Aussicht auf den vielfach gewundenen

Lauf der Agger und die markanten Bergkuppen.

Nach Süden fließen Dreisbach und Alpe der Wiehl zu, die selbst

der Silberkuhle bei Wildbergerhütte entspringt.

 

Die Alpe kommt vom Derschlager Berg in der Nähe von Dorn,

wendet den Lauf nach Südwesten und mündet bei Alperbrück in

die Wiehl. Die Alpequelle liegt im Bereich der sogenannten zehn

Aggerhöfe, die in Verbindung mit dem Ordenshaus der Johanniter in Marienhagen des öfteren genannt werden. Zu diesen zehn Aggerhöfen, alten Sattelgütern, deren Besitzer zum Heeresdienst im bergischen Heere mit Pferd (Sattel) und Harnisch verpflichtet waren, gehörten die Orte Merkausen (Merickhausen) – in ( ) die Ortsnamen von 1575 -, Seifen ( Merickhauser Seifen), Ohlhagen (Im Aelßhage), Oberalpe (In der Olpe), Niederalpe (In der Niderolpe), Berghausen, Dorn ( Zum Dorn), Hunsheim (Hontzingen), Allinghausen (Alurechhauß) und Allenbach (Allenbich).

 

 

Diese zehn Orte gehörten seit Jahrhunderten dem Kirchspiel

Marienhagen (Marienhaghen) an.

Durch den Siegburger Vertrag vom 12.06.1604 wurden die

Aggerhöfe zur Kirche von Eckenghagen geschlagen. Die Be-

wohner wollten jedoch bei Marienhagen bleiben und weiter-

hin ihre Toten im Homburgischen begraben, da sie hier ihre

Erbbegräbnisse und Kirchensitze hatten. Ein Gesuch wurde

jedoch abschlägig beschieden. Erst 1886 wurden die Aggerhöfe

Merkausen, Seifen und Ohlhagen wieder mit der Kirche zu

Marienhagen vereinigt, während die anderen bei der Kirche

Eckenhagen verblieben. Erst um 1910 wurde jedoch

für diese sieben Aggerhöfe das selbständige Kirchspiel Drespe

mit dem Pfarrhaus in Drespe und den beiden Kirchen in

Volkenrath und Hunsheim errichtet.

 

Als Gründer der Ortschaften Ober- und Niederalpe gilt der

Stammvater des Adelsgeschlechtes derer von Heidt, genannt

Hüngerkausen, Xaver von Heidt (Heydt, auch Heiden oder

Heyden) dessen Vater aus der Picardie in Frankreich stammte,

erwählte seinen adeligen Sitz in der Oberalpe. Er besaß eine

Menge freier Höfe, Privilegien und allerhand adelige Vorrechte

wie Landtagsfähigkeit und das Atzungs-, Futter- und Mahlrecht.

Auch war er Schutzherr der Kirche zu Marienhagen. Vom 10. bis

15. Jahrhundert sind die Schicksale des uralten adeligen Ge-

schlechts in völliges Dunkel gehüllt. Erst 1467 wird wieder ein

Hermann von Heidt, gen. Hungerkuisen als Schultheiß im Eigen

von Eckenhagen genannt. Der dem Geschlecht angehörende Peter

von Heidt, Kapitänleutnant und Malteserritter (Ritter dieses

Ordens hatten ihre Wohnsitze in Berghausen, Drespe und Freck-

hausen,) lebte in der Oberalpe und schenkte 1619 (1622) den

zehn Aggerhöfen ein Haus nebst Ackergut mit der ausdrück-

lichen Bestimmung, dass es lediglich Unterrichtszwecken

und Gottesdiensten dienen solle.

 

 

 

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